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Wenn Unternehmen ihre Werksstruktur anpassen, geht es um mehr als eine bauliche Entscheidung – es geht um Zukunftssicherheit. Christof Bartsch und Thomas Jurgeleit, Senior Manager und Mitglieder der Geschäftsleitung der PROTEMA Unternehmensberatung, erläutern im Blogbeitrag, wie Unternehmen zwischen Greenfield- und Brownfield-Ansätzen fundiert abwägen können. Sie zeigen auf, warum der Brownfield-Ansatz bei strukturierter Planung häufig die wirtschaftlichere, nachhaltigere und strategisch flexiblere Lösung darstellt.
Viele Produktionsunternehmen stehen irgendwann vor der Frage, wie sie mit ihren in die Jahre gekommenen Werksstrukturen umgehen sollen. Oft scheint ein Neubau auf der "grünen Wiese" der einfachere Weg – doch gerade der Brownfield-Ansatz bietet vielfach die besseren Lösungen. Wer strategisch plant, kann durch Um- und Ausbauten im Bestand erhebliche Effizienzgewinne erzielen. An diesem Punkt sollten Organisationen einen Schnitt in ihrer Vorgehensweise machen und sich die Frage stellen, wie ihre Produktions- und Logistikprozesse langfristig entwickelt werden sollen und wie ihr Werk entsprechend gestaltet werden muss.
Greenfield-Projekte gelten als planungssicher und unkompliziert. Doch sie bringen hohe Investitionskosten und Flächenverbrauch mit sich. Der Brownfield-Ansatz hingegen nutzt vorhandene Flächen, schont Ressourcen und ist meist nachhaltiger. Gleichzeitig stellt er Unternehmen vor komplexere Aufgaben: Bestehende Gebäude müssen analysiert, Produktionsprozesse weitergedacht und Realisierungspläne stufenweise umgesetzt werden. Doch mit externer Expertise lassen sich diese Herausforderungen erfolgreich bewältigen.
Der zentrale Grundsatz moderner Werksplanung lautet: Die Prozesse bestimmen die Form, nicht umgekehrt. Deshalb beginnt jede Optimierung – ob im Brownfield oder Greenfield – mit einer Idealplanung. Diese zeigt, wie ein Werk ohne Restriktionen aufgebaut sein müsste, um maximale Effizienz zu erreichen. Erst im Anschluss werden Einschränkungen wie Baurecht, Denkmalschutz oder Bestandselemente berücksichtigt. Ergebnis ist eine Realplanung, die sich am Optimum orientiert, aber realistisch umsetzbar bleibt.
Der große Vorteil des Brownfield-Ansatzes liegt darin, dass Unternehmen ihre Werke schrittweise und ohne große Betriebsunterbrechung optimieren können. "In der Realisierung muss im Brownfield ein mehrstufiger Realisierungsplan ausgearbeitet werden, um die Realplanung mit möglichst wenig Eingriffen in den laufenden Betrieb umsetzen zu können", erklärt Christof Bartsch von PROTEMA. So lassen sich Produktionsstopps vermeiden und Umbauten wirtschaftlich staffeln.
Nicht nur wirtschaftlich, auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit punktet die Brownfield-Strategie. Wer bestehende Bausubstanz nutzt, spart CO2, reduziert Baumaterialbedarf und kann Zertifizierungen wie die der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) einfacher erreichen. Damit wird das Sanieren von Bestandsgebäuden zur tragfähigen Lösung für Unternehmen, die ökologisch wie ökonomisch zukunftssicher agieren wollen.
Wie gut sich beide Ansätze kombinieren lassen, zeigt ein Projekt von PROTEMA für einen hessischen Zulieferer der Pharma- und Kosmetikindustrie. Dort wurde auf dem Nachbargrundstück ein neues Gebäude errichtet, das eine wachstumsstarke Produktgruppe aufnimmt. Im bisherigen Bestand können dadurch Flächen freigezogen und schrittweise modernisiert werden. Thomas Jurgeleit fasst zusammen: "Brownfield bietet oftmals sehr gute Lösungsansätze sowie Realisierungsmöglichkeiten und kann zudem der kostengünstigere und nachhaltigere Ansatz sein."
PROTEMA Referenz: Hessischer Zulieferer der Pharma- und Kosmetikindustrie
Ob Sanierungsbedarf, Standortkonsolidierung oder Prozessoptimierung: Der Brownfield-Ansatz bietet eine realistische und oft überlegene Alternative zum kompletten Neubau. Wer strategisch plant, die Idealplanung als Referenz nutzt und externe Fachleute einbindet, kann seine Produktionsstrukturen zukunftssicher gestalten – effizient, nachhaltig und wirtschaftlich. Der Umbau bestehender Gebäude erfordert jedoch eine sorgfältige, schrittweise Umsetzung und kann durch die Expertise externer Partner optimiert werden. Insgesamt bietet der Brownfield-Ansatz eine realistische und oft vorteilhafte Alternative zum Neubau.
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